Wie funktioniert eine systemische Familienaufstellung?

Die Familienaufstellung ist die bekannteste aller systemischen Aufstellungsarten, um belastende Situationen innerhalb der Familie zu lösen. 

 

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort „Man sieht vor lauter Wald die Bäume nicht.“ Manchmal nehmen wir in unserem engsten Umfeld bestimmte Situationen nicht richtig wahr oder können sie nicht richtig einordnen. Durch die Familienaufstellung lässt sich erkennen, warum wir zum Beispiel immer wieder die gleichen Dinge erleben oder tun, obwohl wir das gar nicht wollen. Von der Ursprungsfamilie übertragene Familienmuster können sich lösen und werden dadurch auch an die eigenen Kinder nicht mehr weitergegeben.

Die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen – häufig auch inneres Familiensystem (IFS) genannt – geht auf unterschiedliche Persönlichkeitstheorien zurück. Der amerikanische Paar- und Familientherapeut Richard Schwarz hat diesen systemischen Ansatz in den 80er Jahren entwickelt und seit dem ständig ausgebaut (ifs-europe). Nach diesen Theorien ist ein Mensch nicht zu 100% das Eine oder das Andere. Er hat viele spannende Persönlichkeitsfacetten. Unsere Persönlichkeit ist vergleichbar mit einem inneren System, in dem verschiedene Anteile wirken. Jede Seite unserer Persönlichkeit hat ihre eigene Funktion, ihre eigenen Ansichten und ihre eigene Art zu kommunizieren. Z.B. ist unser innerer Kritiker gewöhnlich eher streng. Er will uns vor Dummheiten bewahren. Unsere abenteuerlustige Seite möchte, dass wir Spaß haben und neue Dinge ausprobieren. Da unser inneres System dynamisch organisiert ist, können je nach Situation unterschiedliche Eigenschaften in Erscheinung treten. Je nach Kontext kann ein Anteil eher unterstützend oder eher hinderlich wirken. Z.B. sichert unsere ängstliche Seite in einer Gefahrensituation unser Überleben, bei einem Vorstellungsgespräch kann sie uns ausbremsen.

Gerne erarbeite ich mit Dir gemeinsam Dein inneres Familiensystem, um mit diesem inneren Bild an Deinen Herausforderungen zu arbeiten.